Speakers
Description
In diesem Workshop sollen aktuelle disziplinäre Paradigmen, Perspektiven und Potentiale verschiedener Bezugswissenschaften des Kulturmanagements vorgestellt, abgegrenzt und diskutiert werden. Grundlegendes Kriterium zur Definition des Faches ist die These einer Eigenlogik des kulturellen Feldes nach der insbesondere ein Spannungsfeld zwischen ökonomieaffinen und kulturdominanten Polen bestehe. Die Beforschung des kulturellen Feldes berücksichtigt dies durch einen interdisziplinären Zugang, der nicht nur kulturtheoretische, sondern auch weitere Perspektiven wie ästhetische, soziale, politische oder ökonomische Perspektiven auf und Praktiken im kulturellen Feld integriert . Neben diesen Perspektiven und Potentialen für interdisziplinäre Kooperation zeigt sich aber auch innerhalb des Faches Kulturmanagement ein Spannungsfeld zwischen verschiedenen Disziplinen, insbesondere ökonomischen und kulturtheoretischen Paradigmen, die Integration hemmen . Anstatt der interdisziplinären Potentiale stehen in diesem Workshop diese unterschiedlichen Paradigmen, Zugänge und Perspektiven im Fokus: Welche Bezugswissenschaften sind dominant im Feld? Welche Perspektiven fehlen? Zwischen welchen Perspektiven bestehen die stärksten Konflikte? Ziel ist die möglichst trennscharfen Abgrenzung von disziplinären Perspektiven und deren Paradigmen. Im Anschluss sollen Möglichkeiten interdisziplinärer Perspektiven angedacht und diskutiert werden.
Der Workshop wird als Unterhausdebatte konzipiert, in der sich die Teilnehmer:innen zu Beginn entweder einer eher ökonomieaffinen oder einer kulturdominanten Fraktion anschließen. Wir stellen anschließend in einem kurzen Impulsvortrag übliche Fächer, die zum Kulturmanagement forschen sowie deren Perspektiven und Paradigmen vor und legen von uns identifizierte Kernkonflikte zugespitzt dar. Auf dieser Basis moderieren wir eine Debatte, in der die Fraktionen gefordert sind, sich zu ausgesuchten Konflikten zu positionieren, wobei jederzeit die Möglichkeit besteht, die Fraktion zu wechseln. Durch die starke Polarisierung und aus der Beobachtung ob und inwiefern die Teilnehmer:innen (auch wortwörtlich) in Bewegung gesetzt werden konnten, möchten wir die wichtigsten Konflikte zwischen Paradigmen und Perspektiven erkennen, um in einem nächsten Schritt Implikationen für die interdisziplinären Potentiale des Faches zu erarbeiten.