9–11 Oct 2024
Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik
Europe/Berlin timezone
Analog, digital oder irgendwo dazwischen – die zukünftigen Räume der Kultur

Kulturelles Management in Architekturfestivals

10 Oct 2024, 13:00
30m
ArtLab-Foyer (MPIEA)

ArtLab-Foyer

MPIEA

Grüneburgweg 14 60322 Frankfurt am Main

Speaker

Lucie Pešl Šilerová

Description

Die gebaute Umwelt gewinnt zunehmend an Aufmerksamkeit und Architekturfestivals, insbesondere Veranstaltungen mit offenen Türen, erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Das Open House Worldwide-Netzwerk ist ein führendes Beispiel, das die weltweite Auseinandersetzung der Architektur fördert. Eine zentrale Herausforderung bei diesen Festivals besteht darin, Inhalte und Programme zu kuratieren, die ein breites, vielfältiges Publikum ansprechen.
Die Einbeziehung professioneller Architekten sowie Projekte und Themen, die zum Dialog anregen, Standpunkte hinterfragen und architektonische Vielfalt feiern, sind von entscheidender Bedeutung. Open House Brno veranschaulicht diesen Ansatz mit seinem abwechslungsreichen Programm, das Musikdarbietungen, Ausstellungen, Vorträge, Workshops und Führungen umfasst. Diese Veranstaltungen sprechen ein breites Publikum an, von Branchenexperten bis hin zur breiten Öffentlichkeit, und fördern eine integrative Atmosphäre.
Open House Brno fördert auch Diskussionen über die sozialen, ökologischen und kulturellen Auswirkungen von Architektur. Durch Installationen, Video-Filme und Bildungsprogramme macht das Festival Architektur für alle zugänglich und ansprechend.
Im Mai 2024 wurden von Festivalbesuchern komplexe soziologische Fragebögen ausgefüllt, deren Ergebnisse und Auswirkungen vorgestellt werden. Diese Daten werden Einblicke in das Engagement des Publikums und die breitere Wirkung des Festivals geben.
Das Netzwerk Open House Worldwide unterstützt ähnliche Open-Air-Festivals in 60 Metropolen weltweit und fördert so die Wertschätzung von Architektur auf globaler Ebene. Dieser Beitrag skizziert die Herausforderungen beim Aufbau einer starken Festivalmarke und die kuratorischen Strategien, die Zielgruppen effektiv einbinden. Kulturmanager stehen vor der Schwierigkeit, die Botschaft des Festivals, die Programmpunkte und das Wertversprechen über verschiedene Kanäle zu kommunizieren.
Durch die Bewältigung dieser Herausforderungen hat sich das Architekturfestival in Brünn in über sieben Ausgaben zu einem dynamischen Raum für den kulturellen Austausch entwickelt. Es regt die Kreativität an und fördert ein tieferes Verständnis der städtischen Architekturlandschaft, was die transformative Kraft gut gemanagter kultureller Veranstaltungen veranschaulicht.

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